Als ich angefangen habe intuitiv zu essen erschien mir der Grundsatz „iss nur bei körperlichem Hunger“ utopisch! Wie in aller Welt soll das denn gehen? Ich bin doch schließlich so eine Naschkatze?! Und ich habe doch dauernd Hunger. Dachte ich zumindest. Nun gut. Mit dem Ziel im Kopf nie wieder eine Diät zu machen, startete ich dieses Experiment. Morgens stand ich auf und wollte in alter Manier in die Küche gehen und mir mein Frühstück machen. Aber halt! Stopp! Kein Hunger in Sicht. Und das wo ich dachte, ich sei eine gute Frühstückerin. Ich merkte im Laufe des Tages, wie selten ich eigentlich wirklichen körperlichen Hunger habe und wie oft ich scheinbar einfach so esse. Die erste Woche, in meiner Euphorie, viel es mir sehr leicht. Dann wurde es immer schwerer. Kein Wunder, habe ich doch jahrelang gegessen, wenn ich satt war. Also habe ich angefangen Ursachenforschung zu betreiben und habe geguckt:

  1. Wann essen ich, obwohl ich nicht hungrig bin?
  2. Was geht mir durch den Kopf?
  3. Welches Bedürfnis steht dahinter?
  4. Was könnte ich stattdessen machen um das wahre Bedürfnis zu befriedigen!

So habe ich nach und nach festgestellt, welchen alten Gewohnheiten ich nachgehe und mir eine Liste mit Alternativen erarbeitet. Bei Langeweile lese ich gerne, mache Sport, male Mandala aus (meine neuste Leidenschaft), telefoniere oder blogge (ebenfalls neu). Bei Stress liebe ich kurze Auszeiten mit dem Hörbuch, die Intueat Audios, Musik oder den Klassiker: Sport.

Was mir auch sehr geholfen hat, ist mir bewusst zu machen, dass mit dem Essen ja nicht das ursprüngliche Bedürfnis befriedigt wird und so nach wie vor besteht. Zum Beispiel nach Entspannung, Unterhaltung oder Trost. Das ganze ist ein Prozess. Je öfter Du Dich gegen Essen als Ersatzbefriedigung entscheidest und für die Befriedigung der wahren Bedürfnisse, umso mehr wirst Du die positive Wirkung merken. Und so wird es immer leichter werden. Versprochen! Inzwischen stehe ich morgens auf und horche in mich hinein: Hunger ja/nein? Und wenn nicht nehme ich mir was mit. Abends auf dem Sofa habe ich keine Gedanken mehr an Süßigkeiten oder Chips. Gewohnheit erfolgreich abgelegt. Es gibt mir einfach nichts, ohne Hunger versteht sich.

Und wenn ich das kann, dann kannst Du das schon lange!

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